Falke

70 jähriges Jubiläumsfest der Jägerschaft Duderstadt

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Der Tag scheint nicht gut zu beginnen. Dicke Wolken am Himmel und es nieselt. Die ganzen Sachen sind im Anhänger verstaut. Lohnt es sich überhaupt die bei dem Wetter auszupacken und einen Stand des ODF beim 70 jährigen Jubiläum der Jägerschaft Duderstadt im LNS-Park in Duderstadt aufzubauen?

Aber es sollte anders kommen. Als Doris und ich auf dem weiträumigen Gelände auftauchen, sind schon viele am Aufbauen.

Rechts neben uns das Landvolk mit einem Stand und links neben uns die Polizei. Na, dann können wir ja auch mal den Stand alleine lassen.

Der Regen wird weniger als wir unsere 2 Pavillons aufbauen.

Dann werden auch die Regenjacken ausgezogen. Denn nun sind wir mehr von innen nass als von außen. Es wird richtig warm und die Sonne versucht sich durchzukämpfen.

Um 10°° Uhr ist unser Falknerstand vom ODF fertig aufgebaut. Wenn wir so schauen kommt immer mehr dazu. Aber so soll es ja auch sein, damit dem Interessierten auch alles genau gezeigt und erklärt werden kann.

Auch die anderen Stände sind mit dem Aufbau fertig. Die Imker und Angler sind bei uns im Blickfeld. Den Künstler mit der Kettensäge hören wir im Hintergrund. Tolle Figuren hat er aus einem einfachen Baumstamm gezaubert. Einfach toll diese Vorstellung wie es einmal aussehen soll und wie es dann vollbracht ist.

Die Naturparkverwaltung Eichsfeld-Hainich-Werratal und auch die Heinz-Sielmann-Stiftung haben ihren Infostand aufgebaut.

Sehr interessant wird das Rebhuhnschutzprojekt der Uni-Göttingen vorgestellt. Ein Messerschmied zeigt wie man Damastmesser anfertigt. Der Garten,- und Landschaftsbau präsentiert sich und das Tabalugahaus (ein Projekt von Peter Maffay) hat was für die vielen Kinder hier auf dem Gelände.

Die Jägerschaft Duderstadt informiert die Bevölkerung zum Wolf. Bei uns ist er bis jetzt nur mal als Durchzügler anzutreffen, aber er wird kommen, das ist sicher.

Pünktlich um 10:00 Uhr betritt der Probst die große Open-Air Bühne und beginnt mit dem Festgottesdienst. Scheinbar hat er wirklich einen sehr guten „Draht“ nach oben. Denn ab diesem Moment hört es auf zu regnen und die Sonne kommt raus. Super.

Ab jetzt sind Doris und ich auch nicht mehr alleine. Uta kommt extra aus Hannover mit ihrem Rotschwanzbussard. Gabi vom DFO kommt mit ihrem Wanderfalken und Ortrud unterstützt uns auch.

Von allen Seiten kommen nun die Leute und stellen Fragen, die wir alle zur vollen Zufriedenheit beantworten können. Das Interesse ist sehr groß. Schon daher, dass 3 unterschiedliche Beizvögel vor Ort sind, zieht viele in den Bann. „So nah an so einem Vogel war ich noch nie“ war von vielen zu hören. „Wann hat man schon mal die Möglichkeit ein Selfie mit einem Greifvogel zu machen.“

Die Leute standen förmlich Schlange. Auch die Frettchen kamen nicht zu kurz. Ganze „Trauben“ von Kindern standen um das Gehege. „Oh wie niedlich“. „Oh, sind die süß“. Kam immer wieder aus Kindermund. Ab und zu durften sie auch gestreichelt werden, was dann manchmal kein Ende nahm.
Aber dann setzte auch bei Fee und Paula die Mittagsmüdigkeit ein und sie verschwanden unter ihren Kuscheldecken im Kasten.

Nachdem die Jagdhornbläser einige Stück auf der Bühne gespielt hatten, wurden die einzelnen Jagdhunde vorgestellt. Das Publikum war sehr interessiert, an den Ausführungen vom Hundeobmann.

Dass es so viele unterschiedliche Jagdhunde für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche und Jagdarten gibt, hatten sich die wenigsten Zuschauer träumen lassen.

Nach einer kurzen Pause wurden wir auf die Bühne gerufen.

Auch hier war das Publikum sehr aufmerksam. Ich stellte die einzelnen Beizvögel erst einmal vor, bevor ich auf die Geschichte der Falknerei einging. Als ich auf das Abtragen und die Vorbereitung der Beizjagd einging, waren doch alle sehr erstaunt wieviel Zeit und Aufwand dahinter steckt. Das der Beizvogel die Beute, wie ein Hund, nicht apportiert, versetzte das Publikum ins Staunen. „Nein, ein Beizvogel jagt für sich, wie der wilde Greifvogel eben auch.“ Betonte ich noch einmal. Doris stellte unsere kleinen Jagdhelfer und das Frettieren vor. Nachdem ich die „Falknerutensilien“ noch erklärt hatte, konnten wir die Bühne unter großem Beifall verlassen.

Es war ein wunderschöner Tag beim „Jubiläumsfest der Jägerschaft Duderstadt“, bei gutem sonnigen Wetter mit ca. 2000 Besuchern.

Bedanken möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei Gabi, Ortrud, Uta und Doris.

Thomas Andres
Komturei Niedersachsen

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veröffentlicht am Donnerstag, 10. Oktober 2019