Falke

Jungfalknerbeize in Niedersachsen 2019

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Und schon ist wieder eine Woche verflogen, seid die Jungfalknerbeize der Komturei Niedersachsen stattgefunden hat. Am Samstag den 19. Oktober trafen sich drei aufgeregte, angespannte Jungfalkner mit dem Organisator Ch. Petzel und dem Jagdpächter, der freundlicherweise sein Revier
zur Verfügung gestellt hatte, im Wendland, um zum ersten Mal mit ihrem, bzw. mit einem zur Verfügung gestellten Vogel, auf Kaninchen zu jagen. An der Jagd beteiligt waren ein Harris- sowie ein Rotschwanzweib und ein Rotschwanz-Terzel.

Alle erfahrenen Falkner mögen sich bitte kurz erinnern, wie sie sich beim ersten Mal gefühlt haben. Bieten sich Chancen, jagt mein Vogel an, wird er Beute machen und – natürlich – kommt er korrekt zur Faust zurück???
So gab es vorab auch von Christian die Ansage, dass keiner etwas beweisen muss, sondern es für alle ums lernen geht.
Das Wetter war blendend, aber die Ausgangslage nicht ganz einfach.
In einem lichten Waldstück befanden sich uralte, weit verzweigte „Kaninchen-Wohnblocks“.

 

Und so hatte an diesem Vormittag den anstrengendsten Job eindeutig Christians Frettchen-Rüde. Er war zum Teil sehr lange unter Tage um die Röhren abzusuchen. Aber er war erfolgreich:
vier Kaninchen sprangen, wovon eins gleich wieder in der nächstgelegenen Röhre verschwand. So hatte jeder Vogel einen Flug. Diese blieben ohne Erfolg, was in dem doch etwas unübersichtlichen Gelänge aber sicherlich nicht weiter verwunderlich
war. Alle Vögel hatten reelle Chancen, zeigten gute Flüge und kamen korrekt wieder zur Faust, und das teilweise nach dem erst zweiten Freiflug.
Der Pächter, der sein Revier zur Verfügung gestellt hatte, selbst Jungfalkner ohne Vogel, war enttäuscht über die geringe Anzahl Kaninchen, die gesprengt werden konnte.
Aber ich kann an dieser Stelle nochmal versichern, und das auch im Namen der anderen Jungfalkner, er hat uns glücklich gemacht! Zumal die Jagd mittags durch einen wunderbar zünftigen Imbiss in seinem Jagdwagen abgeschlossen wurde. Von hier aus ein ganz herzliches Falknersdank!

Nachmittags haben wir dann das Revier gewechselt, um als Jungfalkner Christian und sein Adlerweib bei der Jagd auf Hasen zu beobachten. Auch hier gab es einen sehr schönen Flug, den der Hase allerdings unbeschadet überstehen konnte.
Ohne Strecke, aber rundum zufrieden, klang der Jagdtag beim Schüsseltreiben aus. Hier konnte nochmals gefachsimpelt werden, bevor sich alle auf den zum Teil doch langen Rückweg machten. Ganz herzlichen Dank nochmal an den Organisator und die Pächter für Ihr Engagement und ihre Mühen.

ODF – Komturei Niedersachsen
Jutta Peters

veröffentlicht am Dienstag, 12. November 2019