Falke

Landesbeize 2019 des ODF Hessen

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Im Dezember 2019 führte der Landesverband Hessen seine alljährliche Landesbeizjagd durch. Wieder im Revier von unseren Mitgliedern Alex und Kati Junker, bei denen ich mich an dieser Stelle sehr herzlich bedanken möchte, sowohl für die Bereitstellung der Reviere, als auch für ihre immer großzügige Gastfreundschaft dort.

Ich möchte heute aus der Sicht von mir, trotzt meiner erst 14 Jahren, recht erfahrenem jungem „Hilfsfalkner“ oder besser gesagt „Frettchenführer“ erzählen.

Am Anfang war der morgendliche Appell, wobei die Aufteilung in die Gruppen durch den 1.Vorsitzenden Berthold Geis vorgenommen wurde. Danach ging es recht zügig in die Reviere, da es im Winter ja schon wieder um 16 Uhr dunkel wird. In meiner Gruppe waren 3 Beizvögel, bestehend aus zwei Harris-Hawks und einem Habicht, ein paar Zuschauern und, mich mit eingeschlossen, zwei Frettchenführer.

Da einer der Harris-Hawk`s ein Jungvogel ist, wurden ihm am Anfang die vermeintlich leichteren Chancen überlassen, doch er blieb bei dieser Beizjagd erfolglos und muss demnach noch einiges lernen.

Als wir an der Seite mit den Kaninchen-Bauten weiter machten, kamen wir auch zum ersten Erfolg des Tages. Milena Wohlfahrts Habichtterzel fing ein Kaninchen, bevor es in den nächsten Bau flüchten konnte. Natürlich waren Habicht und Falknerin glücklich über den schnellen Erfolg, der außerdem nicht der einzige heute sein sollte.

Am Ende des Weges frettierten wir einen Bau und mein Frettchen „Rieke“ ließ sich wirklich viel Zeit, bevor es erst wieder Geräusche machte und dann rauskam. Es hatte sich am hinteren Teil des Kaninchens im Fell verbissen, ließ irgendwann aber locker und so flüchtete das Kaninchen nah am Wasser in den nächsten Bau. „Rieke“ kam danach relativ schnell heraus und man konnte sehen das sich ein wenig Wolle an ihren Krallen befand.

Wir gingen weiter und versuchten, trotz immer wieder kommenden Regenschauern, eine „Drückjagd“ durch ein nahe liegendes Feld. Leider ohne Erfolg. Neben diesem Feld liegt aber noch ein Abhang, wo Bauten sich noch einmal so tummelten. Leider gab es auch hier keinen Erfolg, aber wie immer schöne Jagdflüge der Vögel.

Zuletzt waren wir auf einer recht unspektakulären Viehweide mit vielen Brombeerbüschen an den Seiten, wo sowieso keine Chancen bestanden hätten, wären Kaninchen da gewesen. Wir hörten in diesem Revierteil auf, um uns zusammen mit den anderen Gruppen zu treffen und, wie bei uns im ODF Hessen üblich, zusammen Mittag zu essen.

Leider waren wir diesmal später dran und die anderen Gruppen hatten die Pause auf Grund des Regens vor gezogen und waren schon wieder los gegangen, was uns zurück ließ. Trotzdem aßen und tranken wir natürlich und es wurde überlegt, wohin es als nächstes gehen würde. Glücklicherweise kam dann noch ein weiterer Pächter vorbei, bei dem ich mich selbstverständlich auch herzlich bedanken möchte, um uns zu sagen, dass er noch ein Revierteil mit Kaninchen wüsste.

So fuhren wir also an einen Platz mit viel freier Fläche und wenig Bäumen, dafür mehr Bauten, welche meistens befahren waren. Am Anfang schien es noch recht aussichtslos und der starke Wind mit Regen machte es nicht besser, doch am Ende, wo jeder schon gar nicht mehr an eine Chance dachte, war ein Bau wo insgesamt 5 Kaninchen sprangen. Er stellte sich als pure Goldmine in Sachen Kaninchen heraus, doch wir nutzten leider nur eine Chance, was aber immerhin ein Erfolg war, für Milenas Habicht heute zum zweiten Mal.

Als wir zum Strecke legen (1 Nilgans, 8 Kaninchen, 1 Rabenkrähe) wieder an den Treffpunkt fuhren, wurde sich natürlich erst mal über die Flüge und über die Kaninchensituation ausgetauscht. Die Strecke wurde ordnungsgemäß von Simone Wohlfahrt, Christoph Schell und Andreas Heidler verblasen, bevor es in eine von Kati und Alex ausgewählte Gastronomie ging, wo man den Tag bei gutem Essen ausklingen lassen konnte.

Paul Dietze
Frettchenführer und Hilfsfalkner
ODF Hessen

Bilder: Susanne Minneker und Michael Balk

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veröffentlicht am Sonntag, 05. Januar 2020