Falke

Tag der offenen Tür der Wildvogelhilfe Südniedersachsen

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Ihr Leben lang kümmern sie sich schon um kranke und verwaiste Kleinwildvögel. Jetzt ist ihr Traum in Erfüllung gegangen und konnten nun nach zwei Jahren anstrengender Arbeit und Organisation ihre „Wildvogelhilfe Südniedersachsen“ mit einem Tag der offenen Tür in Hilkerode eröffnen.

Die Rede ist von unseren Komtureimitgliedern Juli Metternich und Magnus Duda. In der Vergangenheit wurde schon oft in der Presse vom Aufbau berichtet, so dass die Neugierde natürlich umso größer war. Viele Freunde und Bekannte packten tatkräftig mit an um den Tag für die interessierten Besucher zu einem Erlebnistag zu gestalten. Tanja Brandt, die bekannte Tierfotografin, war als High Light eingeladen. Auch einige Naturschutzverbände, Imker, Fledermaushilfe und auch wir vom ODF waren eingeladen um uns zu präsentieren.

Um 11°° Uhr sollte es losgehen. Doris und ich hatten gerade unseren Stand fertig aufgebaut und den letzten Kaffee getrunken als die ersten Besucher schon erschienen. Wir hatten unseren Stand direkt am Eingang, so dass jeder an uns vorbei musste. Beste Lage sozusagen.

Somit war unser Stand der erste Anlaufpunkt und dementsprechend immer belagert. Das Publikum was sich für so eine Einrichtung interessiert, war natürlich auch an der Falknerei und der Beizjagd interessiert. Zumal auch mein Harris Hawk, Jeany, mit dabei war. Jeder war begeistert mal so nah an einem „echten“ Greifvogel zu sein. Die Kinder interessierten sich hauptsächlich für die Federn in den Schaukästen und wollten am Liebsten die großen vom Adler oder Geier mitnehmen.

Aber genau für diese Zwecke haben wir immer eine Kiste mit allmöglichen Federn, von Taube, Krähe, Elster oder Bussard dabei, um diese dann zu verschenken. Erstaunen riefen auch die unterschiedlichen Gewölle von Eule und Greifvogel hervor. Den Unterschied mit oder ohne Knochen kannten die wenigsten. Warum die Waage? Wozu die Glocken? Warum eine Haube? Diese und viele Fragen mehr mussten mehrmals beantwortet werden.

„Oh, was ist das?“ Kam eine erstaunte Frage. Doris holte unsere Frettchen, Fee und Paula aus ihrem Käfig heraus und erklärte den Kindern diese kleinen possierlichen „Räuber“. Natürlich konnten sie vorsichtig gestreichelt werden, was die Kinder umso mehr freute.

Tanja Brand hatte einige Eulen damit. Mit denen ging sie durch das Publikum, so dass auch die Leute diese Eulen mal ganz nah sehen, oder sogar mal streicheln konnten. Selfies durften natürlich nicht fehlen.

Ein besonderer Anziehungspunkt war die Fledermaushilfe. Einige kleine Fledermäuse waren dabei. Man konnte sogar bei der Fütterung dabei sein und mit helfen. Wann hat man schon mal so einen Winzling in der Hand?

Fast 600 Besucher wurden immer in Gruppen von 10-15 Personen von Magnus durch die Anlagen geführt. Die Leute standen für diese 20 minütige Führung einige Zeit direkt neben dem großen Kuchenbuffet in Warteschlange. Das war für das Geschäft genau richtig. Beim Warten eine Stärkung lies die Zeit schnell verstreichen.

Die Anlage umfasst 12 Volieren, in Modulbauweise, so dass sie entsprechend erweitert oder verkleinert werden können. Am Tag der offenen Tür waren die Türen zu. –Ausgebucht-

Viele verschiedene Wildvögel, wie Bussard, Turmfalken, verschiedene Käuze, Spechte, Elstern und Krähen waren zu „Gast“. Sogar ein seltener Wespenbussard wurde hier gepflegt. Drinnen im Haus gibt es extra ein großes Zimmer, im dem die kleinen Wildvögel wie z.B. Schwalben oder Rotkehlchen wieder aufgepäppelt werden.

Rundherum eine tolle große sehr gepflegt Anlage, die mit sehr viel Liebe und Fachkenntniss erbaut wurde. Einen riesen großen Dank und Respekt an Julia und Magnus, dass sie eine solch tolle Anlage erschaffen haben.

Interessengemeinschaft Wildvogelhilfe Südniedersachsen e.V.

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Thomas Andres
Komturei Niedersachsen

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veröffentlicht am Samstag, 19. Oktober 2019