Habicht

 

Der Habicht ist der am häufigsten eingesetzte Beizvogel. Als Pirschjäger und schneller Startfluggreifer, der seine Beute durch überraschende, äußerst wendige Flüge zu erbeuten sucht, ist er ideal an die in unserer Heimat vorherrschende, deckungsreiche Landschaft angepasst. Er ist ein Grifftöter, der seiner Beute durch den überaus harten Griff seiner starken Fänge tödliche Verletzungen zufügt.

Steinadler

 

Der Steinadler ist der größte der heimischen Beizvögel. Kaninchen und Hasen bewältigt er ohne große Mühe. Mit seinem Mut und der unglaublichen Kraft seiner starken Fänge bezwingt er selbst ausgewachsene Füchse. Er ist wie der Habicht ein Grifftöter und seine natürliche Jagdweise ist der Pirschflug und der überraschende Gleitstoß.

Wanderfalke

 

Der Wanderfalke schlägt fast ausschließlich Flugwild in der Luft. Seine Jagdweise ist der Spähflug mit anschließendem, reißend schnellem Steilstoß. Er jagt vorwiegend im deckungsfreien Luftraum und siedelt in allen Landschaftsformen, ja sogar in der Stadt. Die Beute tötet der Wanderfalke durch einen Biss in den Kopf oder Nacken. Er ist somit ein Bisstöter. Zu seinem Beizwild gehören Fasan, Rebhuhn, Ente und Rabenkrähe.

Sakerfalke

 

Der Sakerfalke, Saker oder Würgfalke zählt zu den größten und schwersten Arten Falken. Gemeinsam mit dem Gerfalken zählt der Sakerfalke zu den beliebtesten Jagdfalken im Nahen Osten. Der Würgfalke ist etwa 46 bis 58 Zentimeter groß, kompakt, kräftig gebaut und hat eine Spannweite von etwa 104 bis 129 Zentimeter. Die Flügel sind lang, breit und spitz, oberseits dunkelbraun, hell gefleckt und gebändert. Die Schwanzoberseite ist hellbraun.

Harris-Hawk (Wüstenbussard)

Der Wüstenbussard (Harris Hawk) ist ein mittelgroßer Greifvogel aus der Familie der Habichtartigen. Der Harris Hawk erreicht eine Flügelspannweite von 110 bis 120 cm bei einer Körperlänge von 55 bis 60 cm und einem Gewicht von 650 bis 1200 g. Die Weibchen sind rund zehn Prozent größer als die Terzel. Das Federkleid ist überwiegend dunkelrotbraun. Auffallend ist das weiße Gefieder an der Schwanzunterseite sowie am Stoßende. Der Schnabel ist am Ansatz gelb und geht bis dunkelgrau an der Schnabelspitze weiter.

 

Der Wüstenbussard ist die einzige Greifvogelart, die in kleinen Familienverbänden lebt und jagt, wobei ein dominantes Weibchen die Gruppe anführt. Diese soziale Fähigkeit machte den Harris Hawk bei den Falknern sehr beliebt und besonders in Amerika wird die Beizjagd in Kompanie ausgeführt. In Falknerhänden gehaltene Vögel können bis 15 Jahre alt werden. Der Wüstenbussard ist nicht ganz so wendig wie ein Habicht, hält aber eine längere Entfernung in der Verfolgung aus. Das Beutespektrum geht von der Krähe bis zum Hasen.